Ausbilderschein (AEVO): Alles was du über die Ausbildereignungsprüfung wissen musst
Der Ausbilderschein (AEVO) erklärt: Voraussetzungen, Inhalte, Prüfung, Kosten und Karrierevorteile. Dein kompletter Guide zur Ausbildereignung.
Der Ausbilderschein (offiziell: Nachweis der Ausbildereignung nach AEVO) berechtigt dich, in Betrieben als Ausbilder tätig zu sein. Er ist für viele Unternehmen Pflicht und ein echter Karrierevorteil. Hier erfährst du alles Wichtige.
Was ist der Ausbilderschein?
Die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) regelt, wer in Deutschland Auszubildende ausbilden darf. Wer den Ausbilderschein hat, weist nach, dass er die berufs- und arbeitspädagogischen Kompetenzen besitzt, um Azubis fachlich und persönlich zu begleiten.
Der Ausbilderschein ist:
- Bundesweit anerkannt (IHK-Prüfung)
- Unbefristet gültig (kein Auffrischungskurs nötig)
- Branchenübergreifend einsetzbar
Wer braucht den Ausbilderschein?
- Unternehmen, die ausbilden wollen, brauchen mindestens eine Person mit Ausbilderschein
- Fachkräfte, die Auszubildende anleiten oder betreuen
- Personalverantwortliche, die Ausbildung im Betrieb aufbauen wollen
- Selbstständige, die Azubis einstellen möchten
Außerdem ist der Ausbilderschein Bestandteil vieler Aufstiegsfortbildungen. Beim Wirtschaftsfachwirt (IHK) und Handelsfachwirt (IHK) enthält der Handlungsbereich “Führung und Zusammenarbeit” bereits die AEVO-Inhalte.
Welche Voraussetzungen gibt es?
Formal gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen für die AEVO-Prüfung bei der IHK. Jeder kann die Prüfung ablegen. In der Praxis ist es aber sinnvoll, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Berufserfahrung mitzubringen.
Was lernst du im Vorbereitungskurs?
Die AEVO-Inhalte sind in vier Handlungsfelder gegliedert:
1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und planen
- Vorteile der betrieblichen Ausbildung
- Ausbildungsberufe und Ausbildungsordnungen
- Eignung des Betriebs als Ausbildungsstätte
2. Ausbildung vorbereiten und bei Einstellung mitwirken
- Ausbildungsplan erstellen
- Mitwirkung bei der Einstellung von Azubis
- Ausbildungsvertrag
3. Ausbildung durchführen
- Lernförderliche Bedingungen schaffen
- Ausbildungsmethoden einsetzen
- Azubis beraten und unterstützen
- Lernschwierigkeiten erkennen
4. Ausbildung abschließen
- Prüfungsvorbereitung
- Zeugnisse ausstellen
- Übernahme und Weiterbildung
Die AEVO-Prüfung
Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
Schriftlicher Teil (180 Minuten)
Ca. 70 Multiple-Choice-Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern. Die Bestehensgrenze liegt bei 50%.
Praktischer Teil (ca. 30 Minuten)
Du führst entweder eine Ausbildungssituation durch (ca. 15 Minuten) oder hältst eine Präsentation über ein Ausbildungskonzept. Danach folgt ein Fachgespräch (ca. 15 Minuten).
Tipp: Die meisten Teilnehmer wählen die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation. Das kommt bei den Prüfern in der Regel besser an als eine reine Präsentation.
Was kostet der Ausbilderschein?
- Kursgebühren: Je nach Anbieter zwischen 400 und 900 Euro
- IHK-Prüfungsgebühren: ca. 170-200 Euro (je nach IHK)
- Fördermöglichkeit: Aufstiegs-BAföG möglich
Bei Skill Sprinters bieten wir den Ausbilderschein komplett online an. Flexibel und berufsbegleitend.
Karrierevorteile
Der Ausbilderschein bringt mehr als nur die Berechtigung zum Ausbilden:
- Gehaltsplus: Ausbilder verdienen durchschnittlich 3.000-5.000 Euro mehr pro Jahr
- Führungsposition: Ausbilder übernehmen oft Personalverantwortung
- Arbeitsplatzsicherheit: Betriebe brauchen Ausbilder, wenn sie ausbilden wollen
- Karriereschritt: Gute Vorbereitung auf weiterführende Qualifikationen
Fazit
Der Ausbilderschein ist eine überschaubare Investition mit großem Nutzen. Die Vorbereitung dauert nur wenige Wochen, die Prüfung ist machbar und der Abschluss gilt unbefristet. Für alle, die im Betrieb Verantwortung übernehmen wollen, ist er ein logischer Schritt.
Mehr zum Ausbilderschein bei Skill Sprinters oder lass dich beraten.